Keine Einheitsausbildung der Lehrkräfte und deshalb auch kein Einheitslehrer
Die Vorsitzende des Berufsschullehrerverbandes (BLV) Margarete Schaefer forderte am Mittwoch (25.05.2011) die neue Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) eindringlich auf, ihre Gedankenspiele zur Aufteilung der Ausbildung der wissenschaftlichen Lehrkräfte auf Universitäten und pädagogische Hochschulen unverzüglich einzustellen.
An den beruflichen Schulen des Landes würden jährlich mehrere Hundert gymnasial ausgebildete Lehrkräfte eingestellt, die nach universitärem Studium und Referendariat hervorragend auf ihre Aufgabe vorbereitet seien. Nach Orientierungspraktikum, Praxissemester, pädagogisch-psychologischen Studienveranstaltungen an den Universitäten und dem 18 monatigen Vorbereitungsdienst an den Schulen des Landes seien die jungen Pädagogen sowohl fachwissenschaftlich als auch erziehungswissenschaftlich bestens auf ihre neue Aufgabe vorbereitet.
Die pädagogischen Hochschulen des Landes seien auf die Ausbildung der Grund-, Haupt-, Real- und Sonderschulen spezialisiert. Ein Verzicht oder eine Reduzierung der universitären Ausbildung der beruflichen gymnasialen Lehrkräfte hätte eine Qualitätsminderung zur Folge, die angesichts der rasanten Entwicklungen in Wirtschaft, Gesellschaft und Technik nicht zu vertreten und nur ideologisch begründbar wäre, so Margarete Schaefer.
Wenn man die pädagogische Ausbildung der Lehrkräfte verbessern und praxisnäher ausgestalten wollte, sollte man wieder zu einem zweijährigen Vorbereitungsdienst an den Schulen des Landes zurückkehren. Wir wollen keine Einheitsausbildung, weil sie unseren Kindern und Jugendlichen nicht gerecht werden würde und deshalb auch keinen Einheitslehrer, so Margarete Schaefer abschließend.
Quelle: Berufsschullehrerverband BLV / www.blv-bw.de


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